manchmal habe ich angst, jeder kann einfach so in mich hineinsehen.
weil ich durchscheinend bin.
ich habe keinen schutz - zwischen mir und der welt ist nicht viel.
ich gebe all meine energie ab, hat sie gesagt, an alle anderen, ich kann sie selbst nicht nutzen.
mein drittes auge ist blockiert. ich lasse meine intuition nicht zu, ich bin fremdgesteuert.
mir ist schwindlig, weil ich alles fühle.
manchmal höre ich auf zu atmen, wenn ein fremder an mir vorbeigeht.
ich halte die energien nicht aus.
manchmal muss ich weinen, wenn ich jemanden spüre, aus der ferne, seine traurigkeit oder aggression.
die meine wird. ich bin nicht ich.
ich sammel euch, euch alle, in mir an. darum bin ich so müde.
er sagte zu mir: du bist voller energie.
das erschien sie mir so lächerlich, so falsch, jedoch ist es wahr.
bloß sind es nicht meine energien, es sind deine, seine, ihre.
von mir kann nicht die rede sein.
kann ich nicht jemandem begegnen und trotzdem bei mir bleiben?
dieses wort: identität. bitte frag mich nicht danach.
bitte lass es stehen, im raum, wie eine stumme frage.
und höre auf, mich zu zählen.

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